(ensi/villigen) Am 31. Juli 2009 wurde der Block 2 des KKW Beznau für den Revisionsstillstand abgestellt. Zur Vorbereitung der während des Revisionsstillstands durchzuführenden Druckprüfung des Primärkreises, die alle zehn Jahre erfolgt, brachten zwei Mitarbeiter im Raum unterhalb des Reaktordruckbehälters eine Kamera an. Durch diesen Raum verlaufen doppelwandige Rohre, in denen Sonden für die Messung des Neutronenflusses im Kern bewegt werden können. Während die beiden Mitarbeiter unterhalb des Reaktordruckbehälters arbeiteten, wurden von einem anderen Raum aus die Innenrohre für die Durchführung weiterer Arbeiten aus dem Reaktordruckbehälter gezogen. Weil die sich normalerweise im Reaktor befindlichen Rohrstücke und Sonden stark strahlen, betrug die Ortsdosisleistung unter dem Reaktordruckbehälter dadurch unvermittelt bis 1 500 mSv pro Stunde. Gewarnt durch ein eingesetztes Messgerät, verliessen die beiden Mitarbeiter diese Arbeitsumgebung so rasch als möglich. Der eine Mitarbeiter erhielt eine Personendosis von 37,8 mSv, der andere eine Dosis von 25,4 mSv.
weiter »