VSE: Strompreise steigen 2011 um 4%

(vse/aarau) Im nächsten Jahr erhöhen sich die Strompreise für Haushalte sowie grössere Gewerbe- oder Dienstleistungsbetriebe im Mittel um rund 4%. Die Preisanpassungen der einzelnen Versorgungsunternehmen unterscheiden sich jedoch stark. Dies hat eine Stichprobenerhebung des Verbands Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen ergeben.

Eine vom Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen (VSE) durchgeführte Umfrage bei einer repräsentativen Auswahl von Elektrizitätsversorgungsunternehmen zeigt, dass im nächsten Jahr die Strompreise eines typischen Haushalts um etwa 4% höher liegen werden.

Für einen Haushalt mit einem Stromverbrauch von etwa 4’500 kWh steigt damit die jährliche Stromrechnung um 40 Franken. Auch bei einem grösseren Dienstleistungs- oder Gewerbebetrieb bzw. einem kleineren Industrieunternehmen erhöhen sich die Preise durchschnittlich in der gleichen Grössenordnung.

Allerdings gibt es grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Versorgungsunternehmen. Die Preisänderungen schwanken zwischen -5% und +10%, in Einzelfällen können sie noch grösser sein. Starke Aufschläge erfolgen meist bei Versorgungsunternehmen und Kundengruppen, die bisher sehr tiefe Preise hatten. Die Preisanpassungen sind in der Regel durch teurere Energiepreise und durch die aufgrund des kürzlich verfügten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts ansteigenden Netznutzungsentgelte verursacht.

Die an der Umfrage des VSE beteiligten 23 grösseren Unternehmen versorgen rund 40% der gesamtschweizerischen Stromkunden.

Kurt Rohrbach, VSE-Präsident, unterstrich an der Medienkonferenz, dass die Schweiz auch zukünftig in der Lage sein müsse, Strom zuverlässig und kostengünstig der Wirtschaft und den Konsumenten zur Verfügung zu stellen. Dies bedinge Investitionen in Milliardenhöhe in Netze und Anlagen. Dem europäischen Trend steigender Preise könne sich die Schweiz aber nicht vollkommen entziehen; sie stehe allerdings vergleichsweise gut da.




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