E.ON Ruhrgas wird neuer Partner bei der Trans Adriatic Pipeline

(e.on ruhrgas/egl/brüssel) Die beiden bisherigen Eigentümer der Trans Adriatic Pipeline (TAP), Statoil und EGL, heissen heute E.ON Ruhrgas, eine international tätige Gasgesellschaft, als neuen Miteigentümer der TAP willkommen. E.ON Ruhrgas wird künftig 15% der Aktien halten, Statoil und EGL je 42.5%.

Die Beteiligung von E.ON Ruhrgas ist ein strategisch bedeutender Schritt in der Realisierung des TAP-Projekts. E.ON Ruhrgas verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Projektentwicklung in den beiden Bereichen Förderung und Absatz von Gas. Der neue Partner bringt damit zusätzliches Wissen und Kompetenz ein und stärkt das TAP-Projekt. Die TAP bleibt auch weiterhin offen für neue Partner.

Die Pipeline ist ökonomisch die sinnvollste Verbindung zwischen den existierenden sowie geplanten Gasnetzwerken in Südosteuropa und jenen Westeuropas. Die geplante Pipeline führt von Griechenland über Albanien durch das Adriatische Meer nach Italien. TAP stellt den direkten und kosteneffizientesten Zugang zu den Gasreserven in der Kaspischen Region und im Mittleren Osten sicher und trägt damit zur Energiesicherheit Europas bei.

Rune Bjørnson, Executive Vice President for Natural Gas von Statoil, sagt: “Wir sind äusserst zufrieden, E.ON Ruhrgas als neuen Partner an Bord der TAP begrüssen zu dürfen. Der heutige Schritt wird das TAP-Projekt und seine Chancen im Wettbewerb um den Transport von Gas aus dem kaspischen Raum nach Europa stärken.” Weiter fügte er hinzu: „Statoil, die in Shah Deniz über eigene Ressourcen verfügt, ist über die jüngsten positiven Entwicklungen in Bezug auf ein mögliches Gasgeschäft zwischen der Türkei und Aserbaidschan erfreut. Eine solche Vereinbarung ebnet den Weg für die Erschliessung neuer Gasvorkommen für den europäischen Markt, in dem Statoil eine Führungsrolle als Lieferant einnehmen wird.”

Hans Schulz, CEO von EGL, sagt: “Es war schon immer unsere Absicht, weitere Partner zur zusätzlichen Stärkung dieses Projekts zu gewinnen. Im Fokus stehen dabei Unternehmen aus dem Pipelinebau und Erdgasvertrieb, die den Erfolg der TAP unterstützen. Mit dem neuen Partner ergänzen sich nun die am TAP-Projekt beteiligten Unternehmen perfekt.”

Nachhaltige europäische Gasbeschaffung

Jochen Weise, Mitglied des Vorstands und Leiter Gaseinkauf von E.ON Ruhrgas, sagt: “Mit der Beteiligung am TAP-Projekt werden wir künftig eine noch breiter diversifizierte Angebotspalette haben und damit einen wichtigen Beitrag zur sicheren Energieversorgung Europas, besonders im südlichen und südöstlichen Europa, leisten. Mit diesem Investment unterstützt E.ON Ruhrgas den Ausbau von nationalen und internationalen Transportnetzen. Solche Investitionen in die europäische Gasinfrastruktur, kombiniert mit langfristigen Verträgen für Gaslieferungen, sind unerlässlich zur langfristigen Sicherung der europäischen Gasversorgung.”

Die Trans Adriatic Pipeline wird von der EU als Bestandteil des Transeuropäischen Netzwerks der Energie (TEN-E) unterstützt. Die EU-Kommission hat in Übereinstimmung mit ihrer Energiepolitik das TAP-Projekt als EU-Interconnector bestimmt. Die Entwicklung der TAP wird auch künftig die Anforderungen der EU-Gastransportrichtlinien erfüllen. Zudem geniesst das Projekt politische Unterstützung und ist Bestandteil des zwischenstaatlichen Abkommens zwischen Italien und Albanien.

TAP unterhält in jedem der drei beteiligten Ländern (Griechenland, Albanien, Italien) eigene Repräsentationsbüros. Das Projekt ist derzeit in der Detailplanung. 2006 wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt, 2007 die Grundlagenplanung fertiggestellt und im Frühjahr 2009 eine Studie zur optimalen Routenführung der Pipeline durch das Adriatische Meer gemacht. TAP ist den höchsten Umwelt- und Sozialstandards verpflichtet und hat in diesem Zusammenhang 2009 eine Studie über Alternativrouten durch Albanien und Süditalien durchgeführt.

Über TAP

Die 520 Kilometer lange Pipeline wird Erdgas über Griechenland und Albanien durch das Adriatische Meer in die süditalienische Region Puglia und weiter nach Westeuropa führen. Ziel der TAP ist die Erhöhung der Energieversorgungssicherheit und die Diversifizierung des Erdgas-Beschaffungsportfolios für die europäischen Energiemärkte. TAP wird den so genannten “Southern Gas Corridor” nach Europa öffnen und damit das Kaspischen Meer und den Nahen Osten für die Erdgasbeschaffung zugänglich machen. Die Transportkapazität der Pipeline ist für 10 bis 20 Milliarden Kubikmeter (bcm) Erdgas pro Jahr ausgelegt, abhängig von der Durchsatzleistung ja. Das Projekt sieht zudem die Entwicklung eines Erdgasspeichers in Albanien vor, um die Liefersicherheit auch bei möglichen Engpässen jederzeit zu gewährleisten.




Änliche Beiträge

  1. EGL: Norwegische Statnett wird neuer NorGer-Partner
  2. EGL und Demirören gründen zwei Joint Ventures in der Türkei
  3. EBL bekommt neuen Partner für das Spanienprojekt
  4. Neuer Direktor und neuer Abteilungsleiter Entsorgung beim ENSI im Amt
  5. Groupe E Partner des ersten Veloverleihs mit Elektrovelos im Selbstbedienungsangebot in der Schweiz


Hinterlassen Sie einen Kommentar

Richtlinien für Kommentare

Veröffentlichte Beiträge müssen zu einer sachbezogenen Debatte des im jeweiligen Beitrag dargestellten Themas beitragen. PowerGrid wird alle Texte mit rechtswidrigen Inhalten, namentlich beleidigende, verleumderische, ruf- und geschäftsschädigende, pornografische, rassistische, aber auch alle politisch und religiös radikale Äusserungen sowie Aufforderungen zu Gewalt oder sonstigen Straftaten löschen. Der Verfasser von Beiträgen ist für die inhaltliche Richtigkeit, für rechtliche Korrektheit sowie für die Beachtung der Rechte Dritter verantwortlich. Er trägt allfällige rechtliche Konsequenzen alleine. Er verpflichtet sich, PowerGrid von sämtlichen Ansprüchen Dritter, die aufgrund seiner Beiträge geltend gemacht werden, freizustellen.